Chic, billig, aber für welchen Preis?

Samstag, 7. Mai
Event Center

9.30 Uhr Bibelimpuls mit Liturgie und Musik
Präses Annette Kurschus

10.00 Uhr Podium mit Gerhard Weber (Gerry Weber, Halle), Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller, Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller, Dr. Sabine Ferenschild, SÜDWIND – Institut für Ökonomie und Ökumene e.V., Bonn/ Kampagne für Saubere Kleidung
Moderation: Wolfgang Meyer, WDR

Die Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken in den Billiglohnländern sind seit Jahrzehnten bekannt: Löhne unter dem Existenzminimum, überlange Arbeitszeiten, keine freie gewerkschaftliche Betätigung. Bei den Billigpreisen für Textilien bleibt kaum etwas für die Arbeiterinnen übrig. Doch auch hochpreisige Produkte werden oft unter menschen-verachtenden Arbeitsbedingungen hergestellt. Die Arbeitssicherheit ist oft unzureichend. So kommt es immer wieder zu Katastrophen mit vielen Opfern. Am 24. April 2013 stürzte in Bangladesh die Textilfabrik „Rana Plaza“ ein, 1134 Menschen starben. Der Ruf „Nie wieder Rana Plaza“ steht für die dringende Notwendigkeit, menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Verantwortung dafür tragen nicht zuletzt die Unternehmen, die von den günstigen Produktionsbedingungen profitieren. So betonen die „UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte“, dass Unternehmen eine Sorgfaltspflicht gegenüber den Menschen haben, die ihre Produkte herstellen, auch im Ausland. Doch die Regierungen stehen ebenfalls in der Pflicht, sie müssen einen gesetzlichen Ordnungsrahmen schaffen, der die Einhaltung von Arbeits- und Menschenrechten gewährleistet. Und schließlich sind es die Verbraucherinnen und Verbraucher, die durch ihr Kaufverhalten Einfluss nehmen können.


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